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пятница, 19 марта 2010 г.

Gefechtsbericht über die Wegnahme von Brest-Litowsk (Боевое донесение о взятии Брест-Литовска)


Боевое донесение о взятии Брест-Литовска


Gefechtsbericht über die Wegnahme von Brest-Litowsk



Отчет командования 45 пехотной дивизии Вермахта о взятии Брест-Литовска бесспорно является одним из базовых источников информации о боях за город и крепость в июне-июле 1941-го. Фрагменты документа цитировались многими русскоязычными исследователями, однако, как показывает практика, цитирование это либо слишком субъективно, либо перевод документа выполнен не совсем корректно. Чтобы избежать разночтений, которые порождают подобные вольности перевода, мы публикуем на нашем сайте оригинальный немецкий текст документа. Надеемся, что он станет подспорьем всем занимающимся изучением обороны и штурма Брестской крепости.
Текст документа любезно предоставлен Ростиславом Алиевым.


Auf Grund einer Besichtigung des Herrn Generals der Artillerie beim Ob.d.H. wurde vom Herrn Chef des Generalstabes des Heeres ein Gefechtsbericht über die Wegnahme von Brest-Litowsk eingefordert.
Der Bericht wird den im Verteiler genannten Dienststellen nachrichtlich ohne Anlagen mit der Bitte um Kenntnisnahme vorgelegt.

 
 
45. Division                                                                                                                     Div. Stabsqu, den 8.7.1941

Gefechtsbericht über  die Wegnahme von Brest-Litowsk

Der Auftrag der Division, der Ansatz der Kräfte und der artilleristisch Feuerplan für den Angriff auf die Zitadelle von Brest-Litowsk gehen aus dem Divisionsbefehl und dem Artilleriebefehl hervor (s. Anlagen).
22.6.    Der  artilleristisch Angriffsplan war nicht so sehr auf die tatsächliche Wirkung, als vielmehr völlig auf Überraschung abgestellt. Er musste das sein, da die artilleristisch Ausstattung trotz vielfacher Anträge der Division unzureichend war, und weil eine langdauernde Artilleriewirkung nicht durchgeführt  werden konnte, wenn die moralische Wirkung des schweren Wurfgerät-Feuers ausgenützt werden sollte. Denn da die schweren Wurfgeräte geladen in nahezu offenen Feuerstellungen (Schussweiten!} stehen mußten  war es nötig, dass sie sogleich bei Beginn des Angriffes feuerten und die Infanterie  demnach in Ausnützung des Wurfgerät-Feuers wenige Minuten nach X-Uhr zum Angriff vorbrach. Wünschenswert wäre es gewesen, zunächst eine längere Artillerie-Vorbereitung durchzuführen und dann erst das Wurfgerät feuern zu lassen; wegen der Gefahr, dass dann die Wurfgeräte und ihre Munition durch feindliche Gegenwirkung ausfielen, musste dieser Gedanke aufgegeben werden.
Dass das schwere Wurfgerät Keller und Hohlräume der Festung nicht zerstören konnte,  war bekannt und wurde wiederholt als besondere Schwäche der  Artl-Wirkung seitens des Divisionkommandeurs hervorgehoben .
Die Verteilung des Wurfgerät-Feuers entsprach annähernd den Vorschlag des Kdrs.Nbl.Rgt.z.b.V.4, jedoch hatte der  Divisionskommandeur eine stärkere Feuerzusammenfassung auf der Kerninsel veranlasst, als vorgeschlagen war.
Die artilleristisch Ausstattung der  Division sollte zunächst ausser der Divisionartillerie (9 le., 3 schw.Battr.) nur das schwere Wurfgerät (9 Gerätebattr.= 2880 Schuß) und 2-60 cm Geschütze enthalten, welch letztere aber nur alle 5 Minuten je einen SchuB feuern und daher und wegen ihres begrenzten Schussfeldes nur beschränkte Zeit beim Angriff mitwirken konnten.
Die mit diesen Begründungen vorgebrachten Bitten um Verstärkung an Artillerie ergaben schliesslich durch persönliche Einwirkung von General-Lt. Heinemann, Höh.Artl.Kdr. 302, die Zuweisung von 9 Geräte-Mrs. mit  wenigen Bedienungsleuten, woraus die Division mit eigenen Kräften in den letzten Tagen vor dem Angriff eine sauber arbeitende Mrs-Abt. schuf, und des Artl-Kdrs.27, der sich in den schweren Angriffstagen bei der Feuerleitung sehr bewährte. Ausserdem legte der Kommandierende General des XII.A.K. für die ersten 5 Angriffsminuten das Feuer von 2  Mrs. Abteilungen der 34. und 31. Division auf die Zitadelle; eine ausreichende Verstärkung war das aber nicht.      
22.6.  Die Überraschung der Russen durch Artillerie und Wurf-gerätfeuer und durch den  sehr energisch vorgetragenen Infanterie-Angriff ergab zunächst folgende Erfolge:
1.) Die Eisenbahnbrücke über den Bug wurde im Handstreich genommen., die Sprengladungen entfernt und die Brücke sowie eine weitere kleinere Eisenbahnbrücke  gesichert. Truppenübergang über die Eisenbahnbrücke wurde möglich. 2.) Durch den Angriff  des I.R.130 südlich an Festung und Stadt Brest-Litowsk vorbei wurden im Laufe des Vormittags die für die Panzerrollbahn 1 ausschlaggebenden Brücken über den  Muchawiec südwestlich und südostw der Stadt unversehrt genommen; Sturmboote des 81. Pionierbataillons   die den Muchawiec aufwärts vorstießen, hatten an der schnellen Inbesitznahme wesentlichen Anteil. Die Brücken wurden gegen  russische Gegenstösse mit Panzern gehalten, 12 russische Panzer wurden vom verst.I.R. 130 vernichtet. 3.) Die Bugbrücke am Südrand der Zitadelle konnte frühzeitig fertiggestellt werden; ausserdem baute Pionierbataillon 81 im feindlichen Feuer eine 8 to-Behelfsbrücke am Nordrand der Zitadelle.
Es wurde jedoch schon bald (etwa 5.30 - 7.0 Uhr) klar, dass der Russe sich ganz besonders zäh und hartnäckig hinter unseren vorwärts gestürmten Kompanien wieder fasste und infanteristisch und mit den  in der Zitadelle stehenden 35-40 Panzerkampfwagen und Panzerspähwagen zu verteidigen begann; er brachte hierbei seine Ausbildung als Scharfschütze,Baumschütze, Schütze aus Dachfenstern und Kellern im Schnellschuss stark zur Geltung und fügte uns bald   schwere Verluste an Offizieren und Unterführern zu. Die Angst, bei Gefangennahme  erschossen zu werden - wie die Kommissare den Soldaten gelehrt hatten -  trug zum  Entschluß, sich bis zum Äußersten zu verteidigen, wahrscheinlich sehr bei.
In den frühen Vormittagsstunden wurde klar, dass eine artilleristisch  Unterstützung der Nahkämpfe in der Zitadelle nicht möglich sei, weil unsere Infanterie mit der russischen ganz eng verkämpft lag und die eigene Linie zum Teil in dem Gewirr von Bauten, Büschen, Bäumen, Trümmern gar nicht festzustellen,zum Teil sogar durch russische Widerstandsnester abgeschnitten oder eingeschlossen war. Versuche, mit einzelnen I.G., Pak und L.F.H.  im direkten Schuss zu wirken, misslangen vielfach wegen der mangelnden Übersieht und der Gefährdung eigener Leute,im übrigen wegen  der Stärke des Festungsmauerwerks.
Ebenso konnte eine vorbeikommende Stürmgeschütz-Battr, die sich der Kdr I.R.135 nachmittags aus eigenem Entschluss unterstellte, keine Wirkung bringen.
Auch der Einsatz neuer Kräfte des I.R.133 (bisher Korpsreserve) auf Südinsel und Westinsel ab 13.15 Uhr brachte keine Änderung der Lage: wo der Russe  vertrieben oder ausgeräuchert war, tauchten kurze Zeit darauf neue Kräfte aus Kellern, Häusern, Kanalrohren und anderen Schlupfwinkeln auf und schössen vorzüglich, sodass die Verluste sich häuften.          
Zur Vernichtung russischer Panzer, die möglicherweise aus der Zitadelle gegen die Stadt ausbrechen würden, und zur Säuberung der Stadt wurde Pz. Jg.  Abt. 45 (ohne 1 Komp. bei I.R.130) nördlich der Nordinsel vorbei in Gegend Eisenbahnfächer (nordwestlich Stadt Brest-Litowsk) vorgeführt, wo  die Abteilung mehrfach Gelegenheit hatte, russische Panzer abzuschießen.
Der Divisions-Kdr überzeugte sich durch eigenen Augenschein bei I.R.135 (Nordinsel) gegen 13,50,Uhr, dass im infanteristischen Nahkampf die Zitadelle nicht zu nehmen war, und entschloss sich etwa 14,30 Uhr, die eigenen Kräfte so zurückzunehmen, dass sie die Zitadelle von allen Seiten, einschlössen, und demnach (voraussichtlich nach nächtlichem Zurückgehen vom frühen Morgen des 23.6. ab) ein sorgfältig eingeschossenes beobachtetes Zerstörungsfeuer durchzuführen, das die Russen zermürben und vernichten sollte. Dieser Entschluss wurde 13.30 Uhr vom Oberbefehlshaber der 4. Armee ausdrücklich gebilligt; er wolle keine unnützen Verluste; der Verkehr auf der Rollbahn und Eisenbahn sei jetzt schon möglich, Feindeinwirkung dahin sei zu verhindern, im übrigen sei der Russe auszuhungern.        
Am Abend des 22.6.ergingen die Befehle zur Räumung   und Abschliessung der Zitadelle durch I.R. 133 mit I./A.R.98 (Stadt Brest) und II./A.R.98 von West, Süd und Ost, durch I.R. 135 mit III./A.R.98 von Nord, im wesentlichen auf dem Aussenwall.
Für das Zerstörungsfeuer wurde die beschränkt bewegliche Mrs.-Abt.854 (12 Geschütze), in Gegend Koroszyn bei 31. Division in Stellung, der Division unterstellt. 3 unbewegliche Mrs. bei 34.Division wurden ebenfalls unterstellt, konnten aber wegen Mangel an Personal und Nachrichtenmitteln nicht ausgenutzt werden; jedoch wurde ihre Munition herangeführt und zur Feuersteigerung  verwendet.
23.6.   In  der Nacht wurden die in die Zitadelle eingedrungenen Teile der Infanterieregimentern 133 und 135 befehlsgemäss in die Einschliessungsstellung zurückgenommen. Sehr unangenehm war dabei, dass die Russen alsbald in die freigegebenen Räume nachstiessen,und ferner, dass eine Gruppe von deutschen Soldaten (Infanteristen und Pioniere, Zahl zunächst nicht sicher bekannt) in der Zitadellenkirche (Kerninsel) eingeschlossen blieb; zeitweise bestand Funkverbindung zu diesen Eingeschlossen, die übrigens auch einige russische Gefangene bei sich hatten.
Ab 5.00 Uhr setzte das  beobachtete Zerstörungsfeuer auf Kerninsel und Südrand Nordinsel ein, das aus sorgfältigem Einschiessen der schweren Geschütze wechselnd mit starken Feuerüberfallen bestand,während des Feuers nahm die russische Baumschützentätigkeit meist ab,um in Feuerpausen sogleich hartnäckig und mit Erfolg wieder aufzuleben; ein Erkennen dieser vorzüglich in Tarnanzügen verborgenen Schützen war sehr schwierig.
Etwa 9.00 Uhr wurde vom A.0.K.4 ein Lautsprecherpropagandawagen in Aussicht gestellt, durch welchen den Russen das Nutzlose ihres Widerstandes klargemacht und sie zur Übergabe aufgefordert werden sollten. Ungeachtet dieses Mittels wurde von der Division versucht, vorbeikommende Panzer sich zu unterstellen, weil zu sehen war, dass nur mit diesen eine wirksame Säuberung der Inseln soweit möglich  war, dass unnütze Verluste bei der Einschließung vermieden wurden.
Inzwischen ging das planmäßige Zerstörungsfeuer weiter. Bis 14,00 Uhr trafen zunächst ein kleiner, dann ein grosser Lautsprecherpropagandawagen beim Div.Gef.Stand ein; sie wurden nach Aufsetzen eines geeigneten Textes entsprechen der herrschenden Windrichtung zum I.R.135 (Nordinsel) entsandt und sollten dort, nachdem von 17.00 - 17.15 Uhr eine starke Feuerzusammenfassung durchgeführt war, die Russen mit 1 1/2 Stunden Frist zur Übergabe auffordern.
Tatsächlich  ergaben sich auf diese Aufforderung hin,während  das Artilleriefeuer schlagartig schwieg, ab 18.30 Uhr etwa 1900 Russen; so entstand der Eindruck, dass der Wider-standswillen der Russen wesentlich geschwächt sei und dass bei Wiederholung des Artilleriefeuers und der Propagandaaktion die Zitadelle ohne weitere Verluste fallen wurde. Daher wurde der Lautsprecher-Wagen noch abends zum   I.R. 133 (Süd-Insel) entsandt, um auch dort zur Übergabe aufzufordern. Jedoch konnte sich die Propaganda hier nicht durchsetzen,da von Dunkelheit ab die Russen kräftige Ausfallversuche in Richtung Stadt nach Nordosten und Osten unternahmen und durch das sehr starke Artl. und Infanteriesperrfeuer von allen Seiten der Lautsprecher übertönt wurde.
24.6.    Nach den Ausfallversuchen und dem lebhaften Feuer der Russen in der Nacht war klar, dass sich nur einige kampfunwillige Teile der Russen ergeben hatten und andere, zum Weiterkämpfen entschlossene Teile jede Kapitulation ablehnten; nach Gefangenenaussagen waren dies Offiziere und Kommissare, die sich teils schriftlich zum äussersten Widerstand verpflichtet hatten, teils ihre Soldaten unter der Drohung mit Erschlossen und mit der Einschüchterung, sie würden von den Deutschen ohnehin erschossen worden, zum Aushalten zwangen.
Der Divisions-Kommandeur entschloß sich, unter Sicherung des Verkehrs auf Rollbahn und Eisenbahnbrücke  zunächst wieder das Artilleriefeuer wirken zu lassen, das als langsames Zerstörungsfeuer wechselnd mit stärksten Feuerzusammenfassungen zu schiessen war. Dazwischen sollten in Feuerpausen immer wieder Aufforderungen zur Übergabe ergehen, um den russischen Kampfwillen zu unterhöhlen.
Dieser Entschluss wurde in einem Gespräch des Divisionskommandeurs mit dem Chef des Gen. Stabes des A.O.K.4 ausdrücklich gebilligt, der auf den Wunsch des 0.B. hinwies, kein Blut unnütz zu opfern, es käme nur darauf an, den Verkehr auf der Panzerrollbahn zu gewährleisten.
Der Entschluß, das Artilleriefeuer fortzusetzen, war   schwer, weil die in der Zitadellenkirche Eingeschlossen sich noch hielten und bei gelegentlicher Funkverbindung um Hilfe baten; um ihnen Verluste zu ersparen, wurde der Raum um die Zitadellenkirche ausgespart und auf den Einsatz des schweren Wurfgeräts verzichtet, das noch mit etwa 150 Wurfgeschossen feuerbereit war. Im Laufe des Vormittags ergaben sich einzelne Russen.
Von 11,30 - 11,45 Uhr war eine neue stärkste Feuerzusammenfassung vorgesehen mit anschliessender Feuerpause und Lautsprecheraufforderung zur Übergabe. Kurz zuvor gelang eine erneute Funksprechverbindung zu den Eingeschlossenen in der Zitadellenkirche, bei der bekannt wurde, dass  noch mindestens 50 Mann, zum Teil verwundet, jedoch aufs Äußerste erschöpft, dort aushielten. Infolgedessen wurde  in kurzem Entschluss, unter Zurückstellung der Propagandaaktion, für 11,45 Uhr - zu welcher Zeit das Artilleriefeuer schlagartig zu schweigen hatte ein starkes Stosstruppunternehmen des I.R.133 zur Zitadellenkirche befohlen, um die Eingeschlossenen zu entsetzen.
In Ausnutzung des besonders eindruckvollen Feuerschlages von 11,30 - 11,45 Uhr gelang es dem I.R.133, die etwa 50 Eingeschlossenen zu entsetzen und zugleich die Kerninsel mit Ausnahme einiger Häuser zu nehmen; ebenso wurde vom I.R.135 der Westteil der Nordinsel genommen, später auch die Südinsel vom II./I.R.133; 1250 Gefangene wurden dabei eingebracht.
An russischen Widerstandsnester blieben bestehen einige Häuserteile und und  sogenannte "Offiziershaus" auf der Kerninsel, der Ostteil der Nordinsel (ostw. der Nord-Südstrasse), hier im wesentlichen ein Wall an der Nordbrücke (Werk 145) und das Ostfort.          
Beim Säubern der Kerninsel versuchten am Nachmittag Russen in etwa Kompaniestärke nach Osten gegen die Muchawiecbrücken über die Rollbahn 1 auszubrechen, sie  wurden vernichtet. Die lebhafte Feuertätigkeit der Russen aus ihren Widerstandsnester liess für die Nacht erneute Ausbruchversuche erwarten. Daher wurde  zur Deckung einer schwachen Stelle der Einschliessung zwischen I.R.135 und III/ I.R.133 nachts noch die Aufkl. Abt. 45 eingeschoben. Tatsächlich versuchten russische Infanteristen und Panzer nachts auszubrechen, sie wurden abgewiesen.
Div.Gefechtsstand wurde von Terespol nach Brest-Litowsk verlegt.
 25.6.      Vom frühen Morgen ab wurde die Säuberung der Widerstandsnester fortgesetzt, wobei dem Kdr. I.R. 135; noch das II./I.R. 130 und die Aufkl. Abt.45 mit III./I.R. 133 für Säuberung der Nordinsel unterstellt wurden.  Artilleriewirkung war wegen der Enge der Räume nicht mehr möglich. Infanteristische Mittel versagten wegen der Stärke des Mauerwerk; schwere Panzer oder Sturmgeschütze hätten erfolgreich wirken können,waren aber nicht vorhanden. Ein noch einsatzfähiger Flammenwerfer des Pi Batls-81 konnte ohne Panzerfeuerschutz an die Häuser nicht herankommen. Von der Division wurde daher versucht, einige russische Beutepanzer gefechtsbereit zu machen, was bis 26.6. zu erwarten war. Ausserdem wurde nachts der Pz.Zug 28 (3 franz. Somua-Pz.) auf Antrag vom A.0.K.4 unterstellt, Einsatz war frühestens 26.6. zu erwarten. Um die Flankierung vom Offz. -Haus der  Kerninsel auf die Nordinsel, die sehr unangenehm wirkte, auszuschalten, wurde  Pionierbataillone 81 beauftragt, mit Sprengtrupps dies Haus und andere Teile zu säubern. Vom Dach des Hauses wurden Sprengladungen vor die Fensterhöhlen gebracht und gezündet; man hörte das Schreien und Stöhnen der durch die Sprengungen verwundete Russen,  aber sie feuerten  weiter. So verging der Tag mit ständigen Nahkämpfen und der Bereitstellung von Panzern.
26.6.Auf der Kerninsel führte Pionierbataillon 81 eine vorbereitete grösse Sprengung durch; aus dem Hause, dessen meterstarke Seitenwand aus Ziegelmauerwerk zertrümmert wurde, wurden etwa 450 Gefangene herausgeholt, die z.T. einer Kommunistischen Führer-Schule angehörten. Damit wurde die Flankierung gegen die Nordinsel beseitigt. Daher konnte anschliessend die Säuberung der Nordinsel soweit durchgeführt werden, dass nur noch das Ostfort als Widerstandsnest verblieb; an dieses war mit Infanteriemitteln nicht heranzukommen, weil aus dem tiefen Graben mit zahlreichen Grabenstreichen und   aus dem hufeisenförmigen Hof vorzügliches Gewehr und M.G.-Feuer jeden  sich Annähernden abschoß.
Es blieb also nur der Entschluss, den Russen durch Hunger und vor allem Durst zur Ergebung zu zwingen und darüber hinaus alle Mittel anzuwenden, die seine Zermürbung beschleunigten, wie ständiges Störungsfeuer mit schw.Granatwerfern, um zu verhindern, dass er sich im  Graben oder Hof bewegen könne, direkter Beschuss mit Panzern, Übergabe Aufforderung durch Zuruf (Megaphon) oder Werfen von Zetteln in den  Graben von der oberen Kante aus u.a. Die französische und russische Beutepanzer waren noch nicht einsatzbereit,
27.6.       Durch einen Überläufer aus dem Ostfort wird bekannt,  dass sich dort etwa 20 Offiziers u.370 Mann mit einem Vierlings-M.G., 10 l.M.G., 10 M.P., 1000 Handgranaten, reichlich Munition und Verpflegung verteidigen. Wasser sei knapp, würde aber aus gegrabenen Löchern gewonnen. Es seien auch Frauen und Kinder im Fort. Die Seele des Widerstandes sei ein Major und ein Kommissar, die Masse der Eingeschlossenen gehöre zur Flak-Abteilung 393 (42.Division).
Endlich konnten gegen Mittag ein französische Somua-Panzerkampfwagen (2 Panzerkampfwagen des Panzerzuges 28 waren nicht fahrbereit) und ein russische Beutepanzer {ein zweiter war wegen häufiger Motor-defekte nur bedingt einsatzfähig) eingesetzt werden; durch ihr Feuer in die Scharten und Fenster wurde der Russe wesentlich stiller, aber ein Erfolg zeigte sich nicht.
Ferner wurde eine am 22.6. auf der Nordinsel beschädigt liegengebliebenes Sturmgeschütz, das wiedergenommen war, fahrbereit und schussfertig gemacht (der z.T. entfernte Verschluss instandgesetzt) und Munition dafür herangebracht. Die restlichen Widerstandsnester (einzelne Russen, die aus den unmöglichsten Verstecken , wie Mülleimern, unter Lumpenhaufen usw. immer wieder schossen) wurden gesäubert. Aus dem Ostfort wurde immer noch geschossen.
28.6.      Die Beschießung des Ostforts mit  Panzerkampfwagen und dem nunmehr einsatzfähigen Sturmgeschütz wurde fortgesetzt, ohne dass ein Erfolg erkennbar wurde. Der Div.Kdr veranlasste daher eine Verbindungsaufnahme mit Fliegern auf Flugplatz Malaszewicze, um die Möglichkeit von Bombenwürfen zu prüfen. Ergebnis: Bomben können  geworfen werden, es ist dazu die Zurückziehung der eigenen Truppen auf bzw. hinter den Aussenwall und bis auf das Westfort nötig. Diese Bewegungen wurden nachmittags unter sorgfältigen Feuerschutz durchgeführt, damit der Russe aus des Ostfort nicht ausbrechen konnte. Leider sachten aufkommende tiefe Wolken den Bombenangriff am 28.6. unmöglich. Die enge Einschliessung Ostforts wurde wieder hergestellt;  für die Nacht wurden russische  Scheinwerfer (z.T. behelfsmässig aus Autoscheinwerfern) zur Beleuchtung des Ostforts eingesetzt.
Der Russe antwortete immer noch auf jede unvorsichtige Annäherung.
Die als Besatzung der Zitadelle eingesetzten Kräfte wurden verringert, um den Truppen z.T. die nötige Ruhe zu gönnen.
*) Auch der  Beschuss mit einem 8,8 cm Flakgeschütz blieb erfolglos.
29.6.  Ab 8.00 Uhr warfen Flieger mehrere 500 kg -Bomben, ohne dass sich Wirkung zeigte, ebenso wenig hatte die erneute lebhafte Beschießung des Ostforts mit Panzerkampfwagen und Sturmgeschütz  Wirkung, obwohl einige Zerstörungen am Mauerwerk zu erkennen waren.
Für den 30.6. wurde ein Angriff mit Benzin, Öl und Fett vorbereitet, das in Fässern und Flaschen in die Fortgräben gerollt und mit Handgranaten oder Leuchtmunition entzündet werden sollte.  
Am Nachmittag wiederholten die Flieger ihre 500  kg-Bombenangriffe. Als dabei auch eine 1800 kg Bombe geworfen wurde , die eine Ecke der  Grabenmauer traf und mit  ihrer Detonation auch noch die Stadt Brest erschütterte,wurden die Russen weich: Unter Vorantritt einer Anzahl Frauen mit Kindern ergaben sich abends 389 Mann; sie hatten von ihrem Führer, dem Major, nunmehr Erlaubnis zur Übergabe bekommen. Sie waren keineswegs erschüttert, sahen kräftig und gutgenährt aus und machten einen disziplinierten Eindruck. Der Major und der Kommissar wurden nicht gefunden, sie sollen sich erschossen haben.
30.6.     Am frühen Morgen wurde das Ostfort völlig durchsucht,     einige russische Verwundete und die davor liegenden deutschen Toten geborgen. Reichliche Munition wurde gefunden. Einzelne unübersichtliche Räume wurden ausgebrannt.
Die Führung konnte sich an allen Kampftagen ausser den Funkverbindungen stets auch der Drahtnachrichtenverbindungen bedienen, welche die Nachrichtenabteilung 65 trotz der zahlreichen Wasserlaufe und des ständigen feindliche Feuers mustergültig aufrecht erhielt.
Als Ergebnis der schweren Kämpfe der Division vom 22. bis 29.6.41 ist festzustellen:
1.) Festung und Stadt Brest-Litowsk sind genossen, damit ist der Verkehr auf den wichtigen Nachschublinien: Pz.-Rollbahn 1 und Eisenbahn Warschau, Brest-Litowsk nach Osten ermöglicht und gesichert. 2.) Starke Teile von 2 russische Divisionen (6. und 42.) sind vernichtet ; die Beute beträgt u.a.            
a)  Waffen:
14. 576  Gewehre
1.327 M.G.
27 Granatwerfer
15  Geschütze  7,5 cm
10 Geschütze 15 cm        
5 Haubitzen 15 cm          
3 Inf.Geschütze     >-L03 Geschütze         
46 Pak-Geschütze    
18 sonstige Geschütze
6 Flak-Geschütze   
b) Pferde:    780 Pferde
c) Kraftfahrzeuge;
36 Panzerkampfwagen u. Raupenfahrzeuge etwa 1500 Kraftfahrzeuge, meist unbrauchbar.
An Gefangenen wurden eingebracht:
101 Offiziere , 7.122 Unteroffiziere und Mannschaften.
Ausserdem sind die blutigen Verluste der Russen schwer.
Als Erfahrungen sind zu berichten:
1.) Gegen ältere Befestigungen aus starkem Ziegelmauerwerk, das durch Beton verstärkt ist, mit tiefen Kellern und zahlreichen unübersichtlichen Schlupfwinkeln ist ein kurzer starker Artilleriefeuerschlag unwirksam; ein langes, beobachtetes Zerstörungsfeuer von großer Stärke ist erforderlich, um in  die  liefe der Befestigungsräume zu wirken.
Der Einsatz von einzelnen Sturmgeschützen, Geschützen, Panzern, usw. ist wegen der Unübersichtlichkeit der vielen Schlupfwinkel des Festungswerkes und der großen Zahl von möglichen Zielen sehr schwierig und führt wegen der Stärke der Mauern und Anlagen nicht zum Erfolg.
Im besonderen ist das schwere Wurfgerät gegen, solche Ziele ungeeignet.           
Luftangriffe mit schwersten Bomben sind zur moralischen Erschütterung der Besatzung in ihren Deckungen ein vorzügliches Mittel.
2.) Der Überraschungsangriff gegen eine Festung, in der ein entschlossener Verteidiger sitzt, kostet viel Blut, Diese Binsenwahrheit hat sich an Brest-Litowsk erneut bewiesen. Auch zu scharfem, überraschendem Zupacken gehören starke artilleristische Kräfte.
3.) Der Russe hat in Brest-Litowsk ausserordentlich zäh undhartnäckig gekämpft, vorzügliche infanteristische Ausbildung gezeigt und mit starken Teilen einen beachtlichen Kampfwillen bewiesen.
Die 45. Division hat die ihr gestellte Aufgabe gelöst. Die
Verluste waren schwer; sie betragen:
tot und vermisst
32 Offiziere 421 Uffz.und Mannsch.
verwundet
31 Offiziere 637 üffz.und Mannsch.
Trotz dieser Verluste und der zähen Tapferkeit des Russen hat der harte Kampfgeist der Division,  die ihren Ersatz im Wesentlichen aus der engeren  Heimat des Führers und Obersten Befehlshabers , aus dem Gau Oberdonau, erhält, bis zum letzten Tage der blutigen  Nahkämpfe vorbildlich durchgehalten.



Источник
Bundesarchiv BA- MA 26-45 / 27 148875/16

http://www.retrospicere.narod.ru/1941/1941_994.htm
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Перевод (некоторые цифры трофеев искажены)
http://rkka1941.blogspot.com/2010/03/45.html
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http://rkka1941.blogspot.com/

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